Inklusion in der digitalen Arbeitswelt stärken
KI verbindet – KI-Führerschein für eine inklusive Arbeitswelt
Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH
Menschen mit Behinderung haben einen erschwerten Zugang zu Ausbildung, Qualifizierung und Beschäftigung. Der Arbeitsmarkt ist noch immer von zahlreichen Barrieren geprägt und viele Arbeitgebende sind nicht ausreichend inklusiv aufgestellt. Zugleich bringt der digitale Wandel zusätzliche Herausforderungen mit sich, da in vielen Berufsfeldern digitale und KI-bezogene Kompetenzen vorausgesetzt werden. Häufig fehlen jedoch passende Bildungsangebote, um diese Kompetenzen zu erwerben.
Soziale Innovation
Das Modellprojekt verbessert die beruflichen Perspektiven von Auszubildenden in Berufsbildungswerken durch den Erwerb arbeitsmarktrelevanter KI-Kompetenzen und fördert zugleich die Vernetzung mit Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts. Erprobt wird eine Verknüpfung bereits bestehender Elemente unter neuen Rahmenbedingungen:
- Erstmals wird in Brandenburg ein KI-Qualifizierungsformat für Menschen mit Behinderung innerhalb der Berufsausbildung systematisch erprobt und umgesetzt. Dieses beinhaltet: KI-Workshops zu Grundlagen / Ethik / Datenschutz, Durchführung einer Zertifizierung ('KI-Führerschein'), Praxisworkshops mit Unternehmen, Reflexionseinheiten mit den Teilnehmenden.
- Unternehmen bekommen in gemeinsamen KI-Workshops und Praxisprojekten mit den Auszubildenen neue Perspektiven auf eine inklusive Arbeitsgestaltung und bauen Hemmschwellen im Umgang mit inklusiver Beschäftigung ab. Gemeinsam werden konkrete Lösungen/Tools erarbeitet. Damit wird eine praxisnahe Schnittstelle zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt geschaffen.
- Weiterentwicklung von barrierefreien Lernmethoden (z. B. Materialien in Leichter Sprache, Einbindung assistiver Technologien wie Screenreader und Untertitelung), berufsfeldspezifischen Inhalten, Zertifizierung (intern als auch durch die IHK) und digitalen Tools zur Unterstützung einer niveaudifferenzierten Herangehensweise im Unterricht – mit direkter Einbindung der Zielgruppe
Denkanstöße und Impulse zum Nachmachen
- Standardisierung der Schulungsmodule und Zertifizierung von Kompetenzen
- Erstellung eines digitalen Methodenhandbuchs ('KI barrierefrei vermitteln') für Bildungseinrichtungen
- Train-the-Trainer-Konzept zur Multiplikation der Schulungsansätze in anderen Berufsbildungswerken und Bildungskontexten
- Erfahrungs- und Transferberichte für Fachkreise (z. B. Integrationsämter, Kammern, Arbeitsagenturen)
„Digitale Kompetenzen sind heute ein wichtiger Schlüssel für gesellschaftliche und berufliche Teilhabe. Das Projekt KI VERBINDET zeigt beispielhaft, wie Menschen mit Behinderungen aktiv in den digitalen Wandel einbezogen werden können. Besonders wertvoll ist dabei, dass die Auszubildenden ihre neuen Kompetenzen später auch in Unternehmen einbringen und so zu mehr Inklusion und Innovation auf dem Arbeitsmarkt beitragen.“
- Projektlaufzeit:
- 01.01.2026 – 30.06.2027
- Projektart:
- Modellprojekt
- Förderprogramm:
- Soziale Innovationen für Brandenburg – Modellprogramm zur Förderung neuer Ansätze für die Brandenburger Arbeitspolitik in der Förderperiode 2021 – 2027
- Projektziel:
- Zugang zu Beschäftigung
- Arbeitsmarktintegration: Kompetenzen von morgen fördern
- Wirkungsraum:
- Potsdam
- Kooperationspartner:
- Landeshauptstadt Potsdam, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) Region Brandenburg, BeB Evangelischer Fachverband für Teilhabe e. V., Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg: UVB, HWK, IHK, Diakonissenhaus Teltow, MCH Ventures
- Weitere Informationen:
- Berufsbildungswerk im Oberlinhaus gGmbH
