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So gelingt‘s: Leben statt Leerstand

Modellprojekt 'WIR Räume' stellt Ergebnisse zur Nachnutzung vor

- Erschienen am 12.06.2026
Silke Liebher (2. v. r.), Wirtschaftsförderin der Stadt Prenzlau, war als Projektleiterin des Pilotprojkets auch bei der Transferveranstaltung des WIR-Räume-Projektteams (v. l. n. r. Anne Kruse, Andrea Nickisch und Uleshka Asher) vor Ort. © Transferstelle Soziale Innovationen

Die Stadt Prenzlau zieht eine positive Bilanz: Dank der Unterstützung durch die 'Vernetzungsstelle für kooperative Leerstandsaktivierung – WIR-Räume', ein Projekt des Netzwerks Zukunftsorte, konnte sie das Bahnhofsgebäude Prenzlau zu einem Ort für neues Arbeiten und gemeinschaftsorientierte Vernetzung entwickeln – für Pioniere aus Unternehmertum, Kreativwirtschaft oder Ehrenamt.

Prenzlau ist Pilotpartner im Modellprojekt, das innerhalb des ESF+-Förderprogramms 'Soziale Innovationen für Brandenburg' Raumsuchende und -bietende zusammenbringt und so die Entstehung und Wirkung sogenannter WIR-Räume unterstützt.  

„Leerstand zu beleben, bedeutet auch Arbeitsmarktaktivierung“

„Als Pilotpartner im Projekt haben wir erlebt, dass die Aktivierung von Leerstand weit mehr ist als Stadtentwicklung. Leerstand zu beleben, bedeutet auch Arbeitsmarktaktivierung – durch neue Möglichkeiten für Unternehmertum, Kreativität und Begegnung“, sagt Silke Liebher, Wirtschaftsförderin der Stadt Prenzlau und Projektleiterin der BahnhofsPioniere Prenzlau. „Gerade ländliche Räume wie die Uckermark brauchen innovative Ideen, die soziale Teilhabe ermöglichen und nachhaltiges Wirtschaften stärken. Die zeigen, wie lokale Leerstände aktiv gestaltet und für die Entwicklung einer Region genutzt werden können.“  

Sichtbarkeit und Vernetzung von Suchenden und Bietenden

Bei einer Transferveranstaltung in der Hochschulpräsenzstelle Luckenwalde stellte das Modellprojekt konkrete Methoden vor, wie solch eine Leerstandsaktivierung gelingt. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde diskutiert, welche Instrumente sich besonders bewährt haben und wie sie weiterentwickelt werden können. Dazu gehören unter anderem:

  • Organisierte Touren, die Interessierte gezielt mit lokalen Akteuren und verfügbaren Räumen in Kontakt bringen
  • Argumentationshilfen für politische Gremienarbeit
  • Sichtbarkeit für WIR-Räume durch grafische und inhaltliche Aufbereitung, insbesondere über Online-Steckbriefe auf der WIR-Räume-Plattform 

„Diese erprobten Tools sind für uns besonders wertvoll, da sie sich auch dauerhaft in kommunale Strukturen integrieren und eigenständig weiterführen lassen“, so Liebher.

Neben Einblicken in die bisherigen Projektergebnisse stellte das Team die Gesamtidee der bundesweit einzigartigen Vernetzungsstelle sowie zentrale Erkenntnisse aus eineinhalb Jahren Projektlaufzeit vor. Auf Basis eines Kurzimpulses der Dezentrale Sachsen, eine Beratungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen im Bundesland Sachsen, wurde die Frage diskutiert, welche Erfolgsfaktoren und Herausforderungen Vernetzungsstellen prägen und wie entsprechende Initiativen über Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten und sich auch auf Bundesebene vernetzen können. 

Als Teil des Förderprogramms vernetzte die Transfer-Veranstaltung Stakeholder und Multiplikatoren des innovativen Ansatzes. Auf dem Landesportal Soziale Innovationen Brandenburg sind weitere Informationen zum Modellprojekt zu finden.