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Stark im Beruf – auch mit Pflegeverantwortung

Situation in einem Pflegeheim: Junge Frau unterhält sich mit einem älteren Herren.
care@work © AdobeStock: DragonImages

care@work

Caritasverband der Diözese Görlitz e. V.

Beschäftigte, die neben der Erwerbstätigkeit Angehörige pflegen, sind einer hohen Doppelbelastung ausgesetzt. Diese kann zu gesundheitlichen Problemen und Ausfällen führen. Nicht selten reduzieren Betroffene die Arbeitszeit oder scheiden ganz aus dem Erwerbsleben aus – mit Folgen für ihre soziale Absicherung und für die Fachkräftesituation in Unternehmen. Betriebe stehen vor der Aufgabe, Betroffene zu unterstützen und ihre Arbeitsfähigkeit zu sichern. Angesichts der wachsenden Zahl pflegender Beschäftigter braucht es konkrete Instrumente, um pflegesensible Strukturen nachhaltig im Berufsalltag zu verankern.

Soziale Innovation

Das Projekt care@work verbindet erstmals betrieblich verankerte Sozialarbeit mit niedrigschwelliger Beratung und innovativen Lernformaten direkt am Arbeitsplatz. Es unterstützt Unternehmen dabei, die bisher wenig beachtete Gruppe pflegender Beschäftigter frühzeitig zu erreichen, Führungskräfte zu qualifizieren und passgenaue Unterstützungsangebote aufzubauen. Sie verbessern die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, sichern Beschäftigung von Betroffenen und binden Fachkräfte.

    • Aufbau betrieblicher Unterstützungsangebote für pflegende Beschäftigte und Führungskräfte wie Sozialberatung oder flexible Arbeitszeitmodelle
    • Niedrigschwellige Ansprache und Beratung von Betroffenen – beispielsweise durch Qualifizierung von Peer-Beratenden oder digitale Formate wie Wissens-Podcasts
    • Sensibilisierung und Stärkung der Handlungssicherheit von Führungskräften durch Schulungsreihen zu gesetzlicher Absicherung oder Hilfeangeboten
    • Workshops mit der LEGO® SERIOUS PLAY®-Methode zur gemeinsamen Entwicklung betrieblicher Lösungen
    • Pflege als Baustein einer modernen Personalstrategie im Wettbewerb um Fachkräfte

Denkanstöße und Impulse zum Nachmachen

    • Übertragbares Modell für Unternehmen zur Entwicklung pflegesensibler Unterstützungsstrukturen unter aktiver Beteiligung pflegender Beschäftigter
    • Digitaler Handlungsleitfaden mit Methoden, Instrumenten und konkreten Umsetzungsschritten für Unternehmen sowie weitere Unternehmen und Branchen
    • Fachvorträge, Netzwerktreffen, Podcasts, Erfahrungsberichte und weitere digitale Wissensformate zur Verbreitung der Projektergebnisse und Förderung der Nachnutzung
    • Aufbau eines regionalen Netzwerks aus Unternehmen, Sozialpartnern und Fachakteuren als Multiplikatoren für die Übertragung des Modellansatzes auf weitere Branchen und Regionen

„Immer mehr Mitarbeitende übernehmen Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige. Care@work gibt uns die Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen in dieser Lebensphase gezielt zu unterstützen und frühzeitig Strukturen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu schaffen. Damit stärken wir unsere Unternehmenskultur, binden wertvolle Mitarbeitende und gestalten unsere Personalarbeit zukunftsfähig.“

Heidi Lehnick, Personalabteilung Handelshof Cottbus GmbH
Projektlaufzeit:
01.01.2026 – 31.12.2027
Projektart:
Modellprojekt
Förderprogramm:
Soziale Innovationen für Brandenburg – Modellprogramm zur Förderung neuer Ansätze für die Brandenburger Arbeitspolitik in der Förderperiode 2021 – 2027
Projektziel:
 Anpassung an den Wandel
  • Stärkung des ländlichen Raums
  • Fach- und Arbeitskräftesicherung
  • Umbau von Arbeits- und Produktionsprozessen
Wirkungsraum:
Cottbus, Region Südbrandenburg
Kooperationspartner:
Ärzte- und Gesundheitsnetz Südbrandenburg e.V., Brandenburgische Technische Universität, Bundesagentur für Arbeit Cottbus, Handelshof Cottbus GmbH, Industrie- und Handelskammer Cottbus, Kompetenzzentrum Demenz für das Land Brandenburg, Pflegestützpunkte im Landkreis Elbe-Elster und der Stadt Cottbus, Sparkasse Elbe-Elster, Sozialstationen der Caritas in Finsterwalde und Cottbus
Weitere Informationen:
Caritasverband der Diözese Görlitz e. V.